Schottland Travel Diary, Highlands

Schottland Travel Diary: Von Edinburgh bis Highlands

Kennst du das Gefühl auf dem Gipfel eines Berges zu stehen und dich völlig frei zu fühlen? Wenn dir frischer Wind um die Nase weht, sich alles ganz weit weg anfühlt und du aus tiefstem Inneren einfach nur pure Glückseligkeit spürst? Nein? Dann wird’s Zeit für eine Reise nach Schottland! Denn Schottland will do that for ya!

Edinburgh

Ich war selten so begeistert nach einer Reise wie nach dieser. Schottland war ein absoluter Traum – grüne Berge, verborgene Wasserfälle und Jahrtausende Geschichte. Mir war vorher zwar schon klar, dass es dort schön sein würde, aber ich hatte keine Vorstellung davon, wie sehr es mich beeindruckt. Ich habe ja auch schon meine Tunesien-Reise mit euch geteilt, die ja leider nicht so der Kracher war. Und auch Thailand hat mich nicht so überzeugt wie Schottland es jetzt getan hat. Verrückt oder?

Ich versorge euch ja schon seit Anfang der Reise mit endlos Bildern dieses wunderbaren Landes auf Instagram. Vielleicht habt ihr schon mitbekommen, dass ich nicht alleine, sondern mit einer Freundin aus den USA unterwegs war. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass die Reiseplanung dadurch etwas komplizierter war. Haha. Lange Skype-Sessions und viel Vertrauen waren da nötig. Aber letzten Endes haben wir eine tolle Route gefunden.

 

Unsere Route durch Schottland

First Stop: Edinburgh

Der ideale Start, um einen Eindruck von Schottland zu bekommen? Für uns war klar: Wir wollen zuerst nach Edinburgh. Und das kann ich nur jedem empfehlen, der noch nie in Schottland war. Man bekommt einen sehr guten Eindruck davon, was Schottland ausmacht – die Stadt ist ein wunderbarer Mix aus mittelalterlicher Architektur, Tradition und Moderne. Geschäfte und Pubs, die es schon vor Jahrhunderten gab, Dudelsack-Spieler im Schottenrock, kleine Gässchen … und über allem thront die Burg. Atemberaubend schön. Wir hatten allerdings nur etwa zwei Tage in Edinburgh – über einen dritten hätte ich mich allerdings gefreut. Für alle Schottland-Einsteiger: Plant unbedingt mehr als zwei Tage für diese tolle Stadt ein. Sie ist jede Sekunde wert. Unseren genauen Plan für Edinburgh werde ich euch noch in einem separaten Beitrag genau beschreiben – das würde hier vielleicht etwas eskalieren. 😉

Schottland Travel Diary, Edinburgh

Gewohnt haben wir in einem Airbnb etwas außerhalb der Stadt: ein süßes, blaues Häuschen mit wunderbarem Blick auf den Leuchtturm in der Bucht. Perfekt für einen romantischen Trip. Und auch für ein Girls-Getaway. Der Weg vom Flughafen zur Unterkunft war mit dem Airlink Bus super easy und günstig. Für 9 Pfund gibt’s den Flughafen-Transfer und ein Tagesticket für die Öffis in der Stadt. Super oder?

Schottland Travel Diary, Edinburgh

Weiter geht’s: Inverness als Highland-Spot

Da wir beide nicht in Schottland Autofahren wollten – falsche Straßenseite und so – haben wir uns entschieden, mit dem Fernbus von A nach B zu düsen. Zuerst waren wir eher beim Zug als Transportmittel. Aber der Preis für den Fernbus war einfach unschlagbar: Ich glaube wir haben ca. 10 Pfund für die mehrstündige Fahrt nach Inverness bezahlt. Ein absoluter Schnapper. Einziger Nachteil zum Selbstfahren: Man kann nicht mal eben anhalten, um die wunderbare Landschaft unterwegs zu genießen und einzufangen.

Die Busfahrt war mein erster Berührungspunkt mit den Highlands. Und ich saß in diesem Bus und habe mich kaum wieder eingekriegt vor Begeisterung. Überall finden sich mittelalterliche Schlösser, grüne Hügel, Schafe und kleine Wasserfälle. Kein Wunder, dass die Schotten (zumindest früher) so überzeugt davon waren, dass Feen und andere mystische Wesen existieren. Bei dieser Landschaft ist das absolut nachvollziehbar.

Schottland Travel Diary, Isle of Skye

Inverness selbst hat mich nicht besonders begeistert. Aber: Die Stadt ist der perfekte Ausgangspunkt für verschiedene Touren – zum Beispiel eine Highland-Tour zur Isle of Skye oder einen Ausflug nach Culloden und Fort George. Leider hatten wir auch hier nicht genug Zeit, um den Ausflug nach Culloden zu machen. Aber die Isle of Skye-Tour haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen. (Dazu schreibe ich euch auch noch mal einen separaten Beitrag und verlinke ihn hier.)

Es wäre aber nicht Schottland, wenn es nicht auch in Inverness ein paar schöne Spots gäbe. Darunter: das Schloss, die Altstadt und der Beginn/das Ende des Great Glen Way, einer der tollsten Wanderwege Europas.

Schottland Travel Diary, Inverness

Last Stop: Glasgow

Dann ging es wieder mit dem Megabus weiter nach Glasgow. Zu dieser Stadt kann und möchte ich gar nicht besonders viel sagen – denn für mich passt sie irgendwie nicht so richtig ins Bild, das ich von Schottland bisher gewonnen hatte. Diese Stadt ist so das komplette Gegenteil von Edinburgh: total modern, hektisch und irgendwie eher amerikanisch als schottisch. Natürlich ist in Edinburgh vieles nur Show für die Touristen. Aber Glasgow hat mir im Anschluss echt einen Kulturschock verpasst. Krass oder? Ich hätte nie gedacht, dass man nach einer knappen Woche in einem Land plötzlich einen Kulturschock haben könnte, bloß weil man in eine andere Stadt fährt.

Aber Glasgow war auch Ausgangpunkt für eine weitere Tagestour: Fort William, Mallaig und eine Fahrt mit dem Jacobite Steam Train (aka der Hogwarts-Express) über das Glenfinnan Viaduct. Und das war der absolute Wahnsinn. Mein Herz ist in einer Tour gesprungen, bei so viel Schönheit, die Schottland zu bieten hat.

Schottland Travel Diary, Highlands

Fazit und Tipps: das erste Mal Schottland

Ich glaube, ihr habt meine Begeisterung auch ohne großes Fazit verstanden. Das Land ist der absolute Hammer und ich würde es jedem empfehlen, der einzigartige Natur zu schätzen weiß. Bis vor ein paar Jahren war ich ja ein komplettes Stadtkind und tolle Landschaften konnten mich nie so ganz catchen. Aber mit der Zeit hat sich das verändert.

Meine Tipps:

  1. Auf jeden Fall mehr als eine Woche einplanen! Schottland ist zwar preisintensiv, aber es lohnt sich.
  2. Wenn ihr euch traut, nehmt einen Mietwagen. Die Flexibilität, wann man wo hinfährt oder anhält, ist unbezahlbar. Wenn nicht, ist Megabus die günstigste Alternative, die wir finden konnten.
  3. Schlaft in Airbnbs. Das ist nicht nur meist günstiger als ein Hotel bzw. Bed&Breakfast. Die Möglichkeit sich mit Locals zu unterhalten und ihre Tipps für die Orte einzusaugen ist einfach klasse. Zu sehen wie die Locals wohnen, ist natürlich auch super spannend.

Seid ihr jetzt angefixt? Dann auf auf nach Schottland! Ich hoffe, ihr verliebt euch genauso sehr wie ich.

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