Influencer-Marketing als Branding-Tool: die Story von OLYMPUS PEN

Ich schätze, die meisten kennen sie: die PENgeneration. Ich selbst zähle mich dazu. Seit Mitte letzten Jahres bin ich nämlich stolze Besitzerin einer Olympus PEN Kamera. Wie Influencer-Marketing die Entwicklung dieser Bewegung geprägt hat, verriet Tanja Mehler von Olympus vor kurzem im Social-Web-Coffee-Club des PR-Clubs.

Innerhalb von nur vier Jahren hat sich Olympus quasi komplett neu erfunden. Vor dem Smartphone-Hype war Fotografie scheinbar eher ein männliches Hobby. Wieso eigentlich? Naja, das ist ein anderes Thema. Lassen wir das. Natürlich sahen die Kameras auch entsprechend aus. Aber daran musste die Marke etwas ändern – denn plötzlich sank die Zahl der Kunden. Kein Wunder, wenn sich mit Smartphone-Kameras, immer bessere Bilder schießen lassen. Eine zu dem Zeitpunkt noch nicht erschlossene Zielgruppe? Junge Frauen. Und wie ließen die sich besser erreichen als mit Influencer-Marketing? Genau darum ging’s vor kurzem beim davon Social-Web-Coffee-Club im Marriott Hotel hier in Hamburg. Tanja Mehler, Marketing Communications Manager bei Olympus, hat den kompletten Weg begleitet und geleitet. Und mich hat sie mit ihren Erzählungen ziemlich fasziniert. Sieht man, oder? 😉

Foto © Malte KlauckLink: https://www.facebook.com/malteklauck

Gepostet von PR Club Hamburg e.V. am Mittwoch, 31. Januar 2018

Was braucht es, damit Frauen Lust auf ein Produkt haben? Wie kann man sie begeistern? Wie macht man sie aufmerksam auf Neues? Der Ansatz von Tanja Mehler: Die Produkte müssen cool aussehen, ein super Begleiter im Alltag sein und sich deshalb auch optisch in den Alltag einfügen. Und sind wir mal ehrlich: Die meisten Kamerataschen und -gurte sehen echt nicht hübsch aus. Aber gerade mode- und lifestyle-affine Bloggermädels legen großen Wert darauf. Und die lockt man mit uncoolen schwarzen Satteltaschen sicher nicht hinterm Sofa vor. Aber mit stylischen Kameras und trendigen Accessoires schon. Und dann greift das, was Influencer-Marketing besonders gut kann: Begehrlichkeiten schaffen. Genau deshalb setzt Tanja Mehler auf Markenbotschafter wie Caro Daur, Valerie Husemann und co., die mit einer riesen Followerzahl, schönen Fotos und einem aufregenden Alltag trumpfen.

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Und das Bild des aufregenden Blogger-Alltags schürt Olympus für seine Influencer noch weiter: Die langfristigen Kooperationspartner werden regelmäßig zu Events eingeladen. Das Vorzeigeprojekt: eine mehrtägige Reise nach Griechenland mit 50 Bloggern. Tage voller Traummotive, Foto-Workshops und Sonnenbaden. Das nenne ich mal ein Event. So macht Influencer-Marketing Spaß. Läuft. Natürlich entsteht bei solchen Events jede Menge Content, von dem die Marke profitiert. Mehr Sichtbarkeit, positiveres Image und Content, der die eignen Social-Media-Kanäle weiterbringt.

Fazit: Influencer-Marketing als Branding-Tool?

Natürlich hat Olympus nicht nur Influencer-Marketing genutzt, um die Marke von männlich-geprägten Produkten zum Liebling der Lifestyle-Elite umzumünzen. Die Veränderung fängt bei der Mentalität der Geschäftsführer an. Denn es wird deutlich: Wenn ein Unternehmen bereit ist, an sich und seinen Produkten zu arbeiten, öffnet das die Türen für Vieles. Tolle Produkte, gute Kommunikation, eine komplett neue Wahrnehmung, … Und Influencer-Marketing macht am Ende den Kern der Strategie zur Umpositionierung aus. Denn auch trendige, neue Produkte bringen der Marke nichts, wenn keiner davon erfährt. Und ein klassischer PR-Aussand hilft an der Stelle wohl kaum weiter. Im Mode- und Lifestyle-Segment führt deshalb meiner Meinung nach kein Weg daran vorbei, mit Influencern zu arbeiten. Besonders dann, wenn man ein neues Branding anstrebt.

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